Entwicklung des Feuerwehrwesens

 

Erste Verordnungen über das Verhalten bei Feuerausbruch finden wir bereits im 13. Jahrhundert. Eine furchtbare Feuersbrunst hatte 1280 die Häuser vom Nieder- bis zum Oberdorf in Asche gelegt.

 

Stadtbrand im Nieder- und Oberdorf 1280.

 

Die Flammen griffen pfeilschnell um sich, und in kurzer Zeit war der grösste Teil der "mehreren Stadt" eingeäschert. Zwar handelte es sich nur um unansehnliche, hölzerne Hütten mit je einer Stube, in welche sich oft zwei oder drei Haushalte teilten, mit wenigen Kammern, die dem Feuer zum Opfer fielen; dennoch war der Schaden beträchtlich. Weil die Strohdächer die Ausbreitung des Feuers förderten, gebot der Rat, alle neuen Häuser mit Rasen oder Ziegeln zu decken und künftig jeden Abend nach der Vesperzeit die Feuerglocke auf dem Grossmünster läuten zu lassen. Sie sollte die Bürger ermahnen, in ihren Wohnungen vor der Nachtruhe das Feuer "wohl zu versorgen".

Man begann zwar sofort mit dem Wiederaufbau, allein aus Furcht vor ähnlichen Unglücksfällen baute man die Häuser nicht viel besser als vorher, obschon mancher die Mittel und die Neigung dazu gehabt hätte. Begreiflicherweise gab die grimmige Feuersbrunst auch Anlass zu Beratungen und Verordnungen, wie dem Ausbruch des Feuers am besten Einhalt geboten werden könnte. Man versuchte gewiss, sich der fortwährenden Furcht vor Feuersnot zu entledigen. Leider schweigen sich die Akten hierüber vollständig aus. Erst der Richtbrief aus dem Jahr 1304 geht ausführlich auf die Verhaltensmassregeln ein, die in der Stadt bei einem Ausbruch von Feuer beachtet werden sollten.
Hierher gehört hauptsächlich die Satzung im Richtbrief von der Feuer-, Stäube-und Nachtglocke. Erstere wurde vom Münster, die zweite vom St. Peter und die dritte in der Abtei geläutet. Die Feuerglocke um die Nachtessenszeit warnte jedermann "Feuer und Licht" zu verwahren. Die Stäubeglocke "diente die Leuthe ab der Gass nach Hause zu stäuben". Und wenn die Nachtglocke zu läuten begann, "so musste, wer in einem Weinhaus war, zur Herberge gehen, mussten die Wirte ihre Fässer verschlagen, die Häuser schliessen und für diese Nacht niemandem mehr zu trinken geben."

Wenn Feuer ausbrach, suchte man es auf seinen Herd zu beschränken, indem man kurzerhand die Nachbarhäuser abbrach, der Schaden musste von der Stadt vergütet werden. Die Bekämpfung des Feuers besorgten speziell zum Löschen des Brandes bestimmte Leute, vorwiegend Zimmerer. Ungebetene Hilfe war bei Busse verboten. Vermutlich war die Stadt bereits in Wachten eingeteilt.
Ein weiterer Brand aus dem Jahr 1318 legte mehr als die Hälfte der kleinen Stadt vom Rennweg bis zur Rathausbrücke in Asche. Er hatte die Verordnung zur Folge, dass jedes neue Haus wenigstens ein Stockwerk hoch gemauert sein musste. Die Stadt Zürich erhielt dadurch bald ein besseres Aussehen. Der Brand der Kleinen Stadt erhöhte die Wachsamkeit der Bürger. Bei der geringsten Gefahr wimmerte die Feuerglocke um Hilfe, bis sich der Rat 1322 endlich genötigt sah, zu verfügen: "Man soll die gross glogg nit ze strum lüten, man sehe dann offen feuer".
Zu Anfang des 14. Jahrhunderts fand in Zürich eine soziale Umstrukturierung statt. Die Handwerker waren mit der Zeit wohlhabender geworden. Da sie aber von der Verantwortung für öffentliche Angelegenheiten ausgeschlossen waren, steigerte sich ihre Unzufriedenheit. Im Jahr 1336 erfolgte der Umschwung. Die bisherige Regierung wurde gestürzt und eine Zunftverfassung mit einem aus Räten und Zunftmeistern bestehenden Rat gegründet. Diese Umwälzung war deshalb von Bedeutung, weil die Zunftorganisation für die Feuer- und Sturmwehr in Anspruch genommen wurde.
Im Jahr 1357 war die Stadt in 6 Wachten eingeteilt: Auf Dorf, Linden, Neumarkt, Niederdorf, Münsterhof und Rennweg.
Doch erst aus dem 15. Jahrhundert stammt die älteste vollständig erhaltene Feuerlöschordnung. Sie wurde 1478 wegen des beabsichtigten erneuten Besuchs des Erzherzogs Sigismund von Österreich erlassen. Die Stadt war in 7 Wachten eingeteilt. Jedem Pannerherrn war ein Hauptmann speziell für das Löschwesen zugeteilt. Sobald in einer Wacht Feuer ausbrach, hatten sich der Hauptmann und der Pannerherr mit ihren Leuten sich zum Feuer zu begeben, um zu helfen und zu beraten. Nur wenn in einer Wacht zur Bekämpfung des Feuers zu wenig Leute waren, zog ein benachbartes Panner aus. Die Geistlichen aber, die Frauen, Zimmerleute und Maurer hatten unverzüglich zum Feuer zu eilen und Hilfe zu leisten.
Jeder Bürger musste in seinem Haus Wasser bereithalten und es war streng verboten, nach Stübn (Polizeistunde) Licht anzuzünden. In jedes Kloster verordnete der Rat 10 Bürgergelten und gebot ausdrücklich, dass bei Feuerausbruch die Fremden in ihren Herbergen zu bleiben hätten und Stadttore zu schliessen seien. "Und das nieman sini gest leicht in die ställ oder sonst an ein ord, da heu und strow ligt, tragen lassen soll, dann in laternen."

 

Panner bei einer Übung am Rennweg, etwa 1750.

 

Diese Feuerverordnung gibt einen recht deutlichen Einblick in die damaligen Verhältnisse. Brach Feuer aus, so versammelten sich die zum Löschen bestimmten Leute bei ihren Pannern. Nur diejenigen, in deren Wacht das Feuer erschien, eilten dahin, ebenso die Maurer und Zimmerleute der ganzen Stadt. Sie versuchten des Feuers Herr zu werden, indem sie in der Nähe befindliche feuergefährliche Gegenstände entfernten und Wasser auf den Feuerherd gossen, das Frauen und Geistliche in Eimern herbeitragen mussten. Die Tore wurden sofort geschlossen, und die Wirtsleute waren verpflichtet, ihre Gäste zurückzuhalten. Aus diesen Vorschriften geht hervor, dass damals Schwierigkeiten zu überwinden waren, die uns fremd erscheinen. Das Schliessen der Stadttore setzte die Befürchtung voraus, böse Nachbarn könnten die Verwirrung in der Stadt zu einem Überfall nutzen oder Gesindel werde sich hereindrängen, um während des Brandes zu stehlen. Die Bestimmung, dass die Fremden in den Herbergen zu bleiben hatten, wird ähnlich betrachtet werden müssen.
1495 wurde nachgetragen, dass man die kleinen "Thürli' an den Stadttoren offen halte, "damit die unsern (die Untertanen der umliegenden Dörfer) harin kommen und dem feuer zulaufen mögen." Doch mussten mindestens zwei oder drei Bürger dort Wache halten, um Verdächtige aufzuhalten.
Die Feuerverordnungen des 16. Jahrhunderts wiederholen im grossen und ganzen die Bestimmungen aus dem Jahre 1478; nur wenige Zusätze kamen nach und nach hinzu.
Um 1508 heisst es in einem Manual: "Die, denen die Feuergelten anvertraut werden, dürfen bei ihrem Eide keine ausleihen und wer eine solche verliert oder verderben lässt, der muss sie bezahlen."
Dieser Feuerkübel-Eid kommt noch öfters vor, weshalb angenommen werden muss, dass die Feuerläufer mit den Behältern ihre Öfen beheizten oder die ledernen Kübel dazu benutzten, ihre Schuhe zu flicken.
Eine Sturmordnung befahl auch, bei Feuersbrünsten und eventuell vorkommendem Gedränge die Stadtmauern mit etwa 250 Mann zu besetzen.
Aus dem Jahr 1521 stammt folgende Verordnung im Rats- und Richtbuch: "Um der Schläfrigkeit der Stundenrufer entgegenzuwirken, soll dem Wächter, der ein Feuer zuerst meldet, ein Viertel Kernen aus dem Kornamt abgegeben werden."
1532 wurde den Wachtmannschaften nachdrücklich eingeschärft, mit "Harnisch und Gewehr" zu den Pannern zu laufen und zu warten, bis der Hauptmann weitere Befehle erhielt. Die nahe der Tore Wohnenden hatten diese zu bewachen. Der Bürgermeister begab sich, sobald der Alarm einsetzte, in das Rathaus, ebenso die Amtsboten, Läufer und Wächter, damit er sie einteilen konnte. Auch die Räte mussten unverzüglich seinem Ruf folgen. Die Feuerordnung wurde jährlich zweimal an den Meistertagen um Johannis (Juli) und Weihnachten in den Zünften verlesen.

Um schnelle Hilfe auch bei einem Brand ausserhalb der Stadt zu gewährleisten, wurde beschlossen, dass bei jedem Brandfall vor der Stadt ein Hauptmann "schleunigst gerüstet" zum Rathaus eilen sollte. Es wurden 2 Überreiter bestimmt, einer hatte dem Hauptmann ein Ross aus dem Marktstall zu bringen, der andere hatte sich unverzüglich zur Brandstätte zu begeben und "unter Eid" über den Brand zu berichten. In der Zwischenzeit hatten sich aus jeder Zunft 3 und von der Gesellschaft zur Constaffel 4 (insgesamt 40) junge Männer im Rathaus zu versammeln. Aufgrund des Brandberichtes entschied der Feuerhauptmann, ob er alle oder nur einen Teil der Männer zum Brandort mitnahm. Jeder hatte einen Feuereimer als Löschgerät mitzunehmen. Ausserdem standen in Spital und Oetenbach je ein Wagen mit Leitern, Haken und Eimern bereit. Die Wachen der Stadttore waren vorsorglich zu verstärken.

Im Jahr 1541 brach in der Stadt Feuer aus. Es herrschte jedoch eine solch entsetzliche Verwirrung, dass man es für gut befand, in jeder Wacht einen zweiten Hauptmann zu ernennen. Diese Hauptleute mussten unverzüglich zum Feuer eilen und bestimmen, wie beim Löschen vorzugehen sei. Sie hatten also den Hauptmann, in dessen Wacht der Feuerherd lag, in seiner Arbeit zu unterstützen und für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Allein auch diese Einrichtung genügte nicht. Weil die zweiten Hauptleute in ihren Wachten bei ihrer Mannschaft, die nicht auszog, bleiben wollten, wurde ein gemeiner Hauptmann gewählt. Jede Wacht bildete nun gleichsam ein eigenes Feuerwehrkorps unter zwei Hauptleuten und einem Pannerherrn, während das ganze Feuerlöschwesen unter einem gemeinen Hauptmann stand. Sobald Feuer gemeldet wurde, hatte dieser mit dem Stadtbaumeister zur Brandstätte zu eilen, dort zu entscheiden, wie das Feuer bekämpft werden könne und zu veranlassen, dass aus den umliegenden Häusern grosse Standen herbeigeschafft wurden, in die von den "wybern, jungen und alten" Wasser geschöpft werden konnte. Untätig herumstehende Zuschauer konnte er fortschicken. In allernächster Nähe des Brandobjektes wurden nur Zimmerleute, Maurer und Dachdecker geduldet. Diese standen unter Aufsicht der beiden Werkmeister der Stadt. Die vier Haupttore der Stadt auf Dorf, am Neumarkt, im Niederdorf und am Rennweg blieben geschlossen und mussten von der Constaffel mit vier und von jeder Zunft mit je drei Mann besetzt werden.
Letztere durften nur Bekannte aus den umliegenden Dorfschaften durch die kleinen Türen einlassen. Durch die übrigen Stadttore, besonders aber durch das Wollishofertürli durfte niemand eintreten. Vier Mann der Constaffel und je zwei Mann jeder Zunft mussten das Zeughaus bewachen.
Jeder Hauptmann hatte über seine Mannschaft genau Kontrolle zu führen. In seiner Wacht ging er von Haus zu Haus und trug alle Männer in einen Rodel ein mit der Bemerkung, was ein jeder bei Feuersnot zu besorgen hatte. Nach jeder Feuersbrunst wurde zum Appell angetreten. Die Fehlenden, die sich nicht mit Krankheit oder Aufenthalt ausserhalb der Stadt entschuldigen konnten, erhielten eine Busse von 10 Batzen.
Im Jahr 1607 wurden das Feuerwehr- und Sturmwesen der Stadt zusammengelegt, so dass es oft schwer wird, zu unterscheiden, welche Punkte der Feuerverordnung sich lediglich auf das Löschwesen beziehen.

Die Stadt wurde in neun Wachten eingeteilt, die Wacht beim Helmhaus und die zum Elsässer kamen neu dazu. Die Feuerlöschordnungen wurden von den Zünften zweimal jährlich verlesen und am Rathaus angeschlagen, dennoch kam es im Ernstfall immer wieder zu Missständen. Es kam vor, dass die Mannschaft sich während der Feuersbrunst nicht bei den Pannern aufhielt oder die Männer sich vor dem Schlussappell entfernten, um nach dem Feuer zu sehen, manche Posten wurden gar nicht besetzt. Es wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die Vorschriften genau einzuhalten seien, so wurde im Jahr 1625 den Bürgern mitgeteilt, "dass ein jeder zu seinem Panner gahn und allda bliben soll, bis das Feuer gelöscht sei, auch dass sich ein jeder mit Harnisch und Gewehr, Kraut und Lot gefasst mache."
Im Jahr 1673 wurde gefordert, "bei der Abdankung der Panner die Anwesenden aufzuzeichnen und hierauf das Verzeichnis zur Abbüyssung aufs Rathaus zu bringen." Es konnte durchaus vorkommen, dass im Brandfall die Vorgesetzten der Panner nicht anwesend waren. Aus diesem Grund verlangte der Rat "es dürfe sich kein Feuerhauptmann oder Pannerherr etliche Tage aus der Stadt entfernen, er habe denn zuvor sein Panner, den Befelchrodel und was ihm der Feuerordnung halber anvertraut sei, einem andern ehrlich, der Sach gewachsenen Mann übergeben." Ab 1674 mussten sich "sobald sich für, sturm oder gelöuff erhob, alle Herren Kleinräte, welche weder beim Feuer, noch beim Panner amtshalber beschäftigt waren, allwegen auf das Rathaus begeben und einem Herrn Bürgermeister bey allem Vorfall Rat und Tat geben." 1727 wurde dann angeordnet, dass bei einem Feuerausbruch die Häuser der Herren Bürgermeister, Oberzunftmeister, Seckelmeister, des Obmanns zum Barfüsser und der Ratsherren, die sich im Rathaus einzufinden hatten, von 2-3 Mann der nächsten Wacht zu bewachen seien.
Die Pflichten des gemeinen Feuerwehrhauptmanns wurden umfangreicher. Er stand den Feuerhauptleuten vor, deren Aufgabe es war, die Rodel wenigstens einmal jährlich zu ergänzen und zu korrigieren. Während eines Brandes beaufsichtigte er die Löscharbeiten und er hatte die das Wasser weiterreichenden Reihen zu beaufsichtigen. Es war ihm unmöglich, an verschiedenen Stellen gleichzeitig zu befehlen, raten, ordnen und zu mahnen und man sah ein, "dass es einem gemeinen Hauptmann in der Stadt nit wohl möglich, allein umbhyin zu kommen." Aus diesem Grund wurden ihm 1661, Gehilfen zugeteilt: zwei Männer aus der Constaffel und je einer von den Zünften. Sie hatten den Oberkommandanten zu unterstützen, die Reihen zu ordnen und zu "verschaffen, dass allweg grosse Standen bei dem Wasser (Limmat) gefunden werden." Mit" Schüeffi" wurde das Wasser aus der Limmat in Standen geschöpft; in diese wurden die Eimer getaucht und so gefüllt weitergereicht.

In der Feuerverordnung aus dem Jahr 1678 war die Stadt bereits in 10 Wachten eingeteilt, neu war die Wacht bei der Sihlporte, die alle Gebäude ausserhalb der Stadt, doch innerhalb der Schanze vom See bis zum Schützenpark umfasste. Brach in der Stadt oder vor der Stadt innerhalb der Stadtgrenze ein Brand aus, mussten die neun Feuerwehrkorps in voller Ausrüstung antreten. Ausgenommen waren die Wirte, die ihre Gäste zu beaufsichtigen hatten, und die in der Nähe des Brandobjekts wohnenden Bürger, um ihnen nicht zuzumuten, "dass sie von ihren hüsern, wyb und kind gangind". Die Hauptleute der Wacht, in der sich das Feuer befand, durften die Fehlenden aus der nächsten Wacht ergänzen: "Soll man ihnen nicht abschlachen!" Die Feuerhauptleute mussten bei Feuerausbruch unverzüglich mit einem vom Amtsboten der Stadt gesandten und einem Windlicht ausgerüsteten Diener "eilends von einem Panner zum anderen laufen und sich zu allen Thoren und Thürmen verfügen, um zu sehen, ob alle an ihren Plätzen seyen". Selbstverständlich konnten sie ihren Verpflichtungen auch bei bestem Willen nicht gerecht werden. Als der Löschdienst mit Spritzen aufkam, verfügte der Rat 1696, dass jeder Bürger die erwachsenen Söhne, die Tischgänger und die Handwerksburschen beim Ausrücken mitzunehmen habe. Die Bürger der Grossen Stadt versammelten sich in der Hofstatt, die der Kleinen Stadt im Münsterhof. Im Bedarfsfall wurden sie von dort von zwei Hauptleuten zum Brand geführt. Später wurden sie vorwiegend zum Tragen der Tansen oder zum Pumpen an den Spritzen eingesetzt. Die Bürger, die ausserhalb der Stadt, doch innerhalb der Befestigungsanlagen wohnten, hatten sich bei Alarm unverzüglich an den Toren und Gattern einzufinden, die Bürger der Kleinen Stadt begaben sich zum Panner bei der Sihlporte.

Die Feuerverordnung des Jahres 1696 sieht endlich zwei gemeine Feuerhauptleute vor. Einer war Mitglied des Kleinen, der andere Mitglied des Grossen Rates. Wenn Feuer gemeldet wurde, hatte der Amtsbote jedem der beiden durch "einen rufenden Wächter" ein Windlicht zuzustellen, mit welchem sie zur Feuerstätte eilten. Daselbst sorgten sie mit sechs bewaffneten Männern, die man ihnen von der Elsässerwacht zusandte und mit den von der Constaffel und den Zünften zugeordneten Feueroffizieren dafür, dass aus den nächsten Trotten, Waschhäusern und vom Oetenbach grosse Bottiche herbeigeschafft wurden, in die "Weiber und anderes gemein Volk" in geordneten Reihen Wasser schöpften. Den Hauptleuten und Pannerherren derjenigen Wachten, in denen die Brandstätte nicht lag, stand die Pflicht zu, durch zwei ehrliche Männer auf der Hauptwacht "das Wort" holen zu lassen. Wurden sie beim Feuer nicht benötigt, so hatten sie Schildwachen zu stellen und zwar so, dass von einem Panner zum andern eine Verständigung durch Zurufe der Posten möglich war. Die übrig gebliebene Mannschaft gruppierten sie in zwei Reihen und liessen alle Leute mitten hindurchziehen. Die Dienstpflichtigen konnten frei passieren, während Unbekannte angehalten und nach ihrem Begehren gefragt wurden. "Weibervolk und minderjährige Knaben" mussten die Gassen räumen. Zwei Wachtmeister erhielten die Aufgabe, alle Posten des Panners zu inspizieren. Damit den Vorschriften der Feuerordnung ja völlig Genüge getan werde, wählte der Rat noch zwei Rondeherren aus dem Kleinen Rat. Sobald Alarm einsetzte, begaben sich beide zur Hauptwacht im Rathaus und verschaften sich die Parole. Dann inspizierten sie sämtliche Posten, einer in der Grossen, der andere in der Kleinen Stadt. Jedem Rondeherr wurde auch ein Windlicht zugeteilt.

 

Die Feuerverordnungen der Stadt Zürich bis 1800

Ein Verzeichnis aus dem Jahr 1730 gibt einen genauen Einblick in die damalige Feuerwehrorganisation. Das Offizierskorp setzte sich folgendermassen zusammen: Gemeiner Feuerhauptmann der Grossen Stadt war Ratsherr Konrad Locher, der Kleinen Stadt Ratsherr Kaspar von Muralt, Feuerhauptmann der Provinz Zunftmeister Rudolf Nötzli, Rondeherr der Grossen Stadt Ratsherr Jakob Hess, der Kleinen Stadt Ratsherr Heinrich Landolt. Dazu kamen noch 13 Feueroffiziere, welche den gemeinen Feuerhauptleuten direkt unterstellt waren, ferner 4 Spritzkommandanten und 4 Adjutanten, 10 Feuerhauptleute für die 10 Panner und 2 Hauptleute für die Fremden und Handwerksburschen, die sich auf der grossen Hofstatt und auf dem Münsterhof zu sammeln hatten. Die Mannschaft wurde den Wachten zugeteilt, nachfolgend die überlieferte Auflistung der damals vorhandenen Löschgeräte.

 

1. Die Wacht auf Dorf besass 103 Mann für das Panner, 42 für den Spritzendienst, 10 Schildwachen (zur Bewachung der öffentlichen Gebäude) und 46 Fremde und Handwerksburschen. An Geräten waren 1 Feuerspritze im Schuppen des Einsiedlerhofs, 4 Leitern, 1 Haken an der Thorgasse, 4 Harzpfannen und 42 Kübel beim Gasthaus zum Pilgerschiff vorhanden.

 

2. Die Wacht zum Lindentor. Mannschaft: 109 Mann für das Panner, 5 für den Löschdienst, 8 Schildwachen, 37 Fremde und Handwerksburschen. Löschgeräte: Je 1 Feuerspritze im Obmannamt und im Spritzenhäuschen auf dem Chorherrenplatz, 47 Kübel, 7 Harzpfannen, 2 Leitern in der Verwaltung und 2 in der Hinteren Gasse.

 

3. Die Wacht beim Helmhaus. Mannschaft: 81 Mann für das Panner, 11 Schildwachen, 15 für die Spritzen und 32 Fremde und Handwerksburschen. Geräte: 4 Spritzen beim Rüden, Schaf, bei den Schiffleuten und Zimmerleuten, 5 Harzpfannen, 3 Leitern, 1 Haken in der Laternengasse, 254 Kübel.

 

4. Die Wacht beim Elsässer. Mannschaft: 78 Mann für das Panner, 32 für die Spritzen, 15 Schildwachen, 34 Fremde und Handwerksburschen und 9 Hintersässen (Niedergelassene), die zum Wassertragen eingeteilt wurden. Geräte: 1 Schlauch- und 2 Zunftspritzen auf der Safran und der Meise, 6 Harzpfannen und Laternen, 129 Kübel.

 

5. Die Wacht am Neumarkt. Mannschaft: 113 Mann für das Panner, 31 für die Spritzen, 8 Schildwachen, 31 Fremde und Handwerksburschen und 7 Hintersässen und Franzosen. Geräte: 7 Harzpfannen, 2 Leitern und 2 Haken beim Trauben, 92 Kübel.

 

6. Die Wacht zum Lamm im Niederdorf. Mannschaft: 141 Mann für das Panner, 79 für die Spritzen, 21 Schildwachen und 94 Fremde und Handwerksburschen. Geräte: 3 Spritzen im Spital, in der "Gerbi" und beim Zollhaus im Niederdorf, 10 Harzpfannen, 2 Leitern und 1 Haken im Spital, 2 Leitern und 1 Haken beim Züblibrunnen, 2 Leitern und 1 "Häggli" beim Zollhaus, 102 Eimer.

 

7. Die Wacht beim Kämbelhof. Mannschaft: 104 Mann für das Panner, 11 für die Spritzen und 30 Fremde und Handwerksburschen. Geräte: 8 Harzpfannen, 7 Leitern im Werkhof und Kratz, 186 Eimer.

 

8. Die Wacht beim Schwert. Mannschaft: 80 Mann für das Panner, 47 für die Spritzen, 14 Schildwachen und 73 Fremde und Handwerksburschen. Geräte: 3 Schlauch- und 1 Rohrspritze im Leuenhof, 1 Schlauchspritze beim Weggen, 14 Laternen und Harzpfannen, 2 Leitern und 3 Haken auf dem Kirchhof bei St. Peter, 61 Eimer.

 

9. Die Wacht am Rennweg. Mannschaft: 115 Mann für das Panner, 24 für die Spritzen, 21 Schildwachen und 57 Fremde und Handwerksburschen. Geräte: 2 Spritzen beim Ötenbachtor und beim Widder, 12 Harzpfannen, 10 Leitern beim Wildenmann, Wollenhof, Kornamt und bei der Münz, 159 Eimer.

 

10. Die Wacht bei der Sihlporte. Mannschaft: 37 Mann für das Panner, 7 für die Spritzen, 16 Schildwachen und 19 Fremde und Handwerksburschen.
Geräte: 2 Harzpfannen, 3 Leitern im neuen Ladenschopf an Ketten angeschlossen, 24 Kübel.

Wenn Sturm geläutet wurde, hatten sich nicht bei den Pannern zu versammeln, sondern direkt auf ihre Posten zu begeben: 51 Ratsherren, 23 Kanzlei- und Stadtdiener, 13 Rathaus- und Gassenwächter ins Ratshaus, 28 Feueroffiziere, 89 Zunft- und Wirtshauswächter, 97 Laternen und Harzpfannenbesorger, 13 Turmwächter, 11 Wegmeister und Bediente, 28 Zeughauswächter, 14 Kornhausbediente, 5 Salzhausbediente, 4 Werkhofbediente, 47 zur Hauptwacht Verordnete, alle Küfer, Maurer und Zimmerleute, 61 an der Zahl. 284 Mann zu den obrigkeitlichen Spritzen, 87 zu den Zunftspritzen, 69 zu den obrigkeitlichen Leitern und Haken und 46 zu der Safranspritze.

 

 

Die Feuerverordnung Zürichs von 1772 basierte teilweise auf den Feuerverordnungen der Städte Strassburg und Königsberg. Von nun an galt das zürcherische Feuerlöschwesen nicht nur bei den Miteidgenossen, sondern auch im Ausland als beispielhaft, so erbat sich Konstanz eine Kopie der Feuerverordnung Zürichs, und Katharina 11, 1762 bis 1796 Kaiserin Russlands, liess sich über diese Feuerordnung berichten.
Diese erste gedruckte "Sturm- und Feuerverordnung der Stadt Zürich" war grundlegend eine Zusammenfassung aller Verordnungen aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert, wesentliche Neuerungen waren folgende: Die Stadt war in 11 Wachten eingeteilt. Die neue 11. Wacht umfasste "den Bezirk, darinnen sich die Zeughäuser befinden" und wurde von dorthin beorderten Artilleristen versehen.
Die hierzu eingeteilten Hauptleute informierten sich jährlich 14 Tage nach der Kirchweih (11. Herbstmonat) durch ihre Unteroffiziere über die Zahl und Bewaffnung der Dienstpflichtigen, auch derjenigen, die nicht zunftgenössig waren, zur Bereinigung ihres Rodels. Als Unteroffiziere ernannten sie ohne Rücksichtnahme auf Ansehen und Alter im Militärdienst erfahrene Leute.
Wenn nun in der Stadt Feuer ausbrach, so hatten sich der Bürgermeister, die Räte, die Kanzleiherren, alle Stadtknechte, Läufer, Boten usw. mit ihren "Kurzgewehren" bewaffnet, sofort auf dem Rathaus einzufinden. Der Stadthauptmann, seine Offiziere und Unteroffiziere, die Stadtwachtmeister, die Trommelschläger und die Wächter eilten zur Hauptwacht. Bei Alarm schickten die Pannerleute zwei Unteroffiziere, einen Wachtmeister und einen Korporal auf die Hauptwacht.
Hier liess der Stadthauptmann die Unteroffiziere in einem zweigliedrigen Kreis antreten und gab die Parole aus, die sie dem kommandierenden Offizier des Panners zu überbringen und "dienstmässig ins Ohr" zu sagen hatten. Dieser versammelte nun seinerseits den Pannerherrn und die Wachtmeister um sich und erteilte die nötigen Befehle: Aus dem Haus des Pannerherrn musste von 4, 6 oder 8 Mann das Panner geholt werden, Schild- und Streifwachen waren aufzustellen. Alle Zimmerleute, Maurer, Dachdecker, Küfer und ihre Knechte, sowie die Hintersässer liefen mit Feuereimern und anderen zweckdienlichen Geräten direkt zum Feuer, halfen löschen und befolgten die Befehle des Feuerhauptmanns, ohne dessen Genehmigung sich niemand entfernen durfte.
Die Turmwächter bliesen das Feuerhorn erst, wenn Feuer sichtbar war oder der Befehl dazu von einem höheren Offizier gegeben wurde. Begann ein Wächter zu blasen, folgten die übrigen, bis der Befehl zur Einstellung vom Rathaus eintraf. Die Harzpfannen zur Beleuchtung der Strassen, Gassen und Plätze wurden nun durch vom städtischen Bauamt gelieferte Laternen mit Kerzen ersetzt.
Um jegliche Verwirrung an der Brandstätte zu vermeiden, wurden von den Ratsmitgliedern 2 gemeine Feuerhauptleute gewählt, je einer für die Grosse und Kleine Stadt. Bei einem Feuerausbruch schickte ihnen der Amtsbote durch den Stundenrufer ein Windlicht; sie eilten dann zur Brandstelle, wo sie ihre Befehle zur Bekämpfung des Feuers gaben.
Wenn in der Grossen Stadt Feuer gemeldet wurde, fuhren die fünf Spritzen der Kleinen Stadt auf den Weinplatz, während die fünf der Grossen Stadt, sowie die Safran- und die Meisenspritze dem Feuer zueilten. Die übrigen Spritzen blieben im Zeughaus. Jedes Panner stellte für eine Spritze eine Mannschaft zur Verfügung. Der Bauherr der Stadt sorgte für Stege an der Limmat und für die Ausrüstung des Feuerschiffs. Bei Brandfällen längs des Flusses nahm dieses auch Feuerspritzen auf. Für die Besorgung der Leitern und Haken wählte man aus der Mitte der Zimmerleute einen Leiterhauptmann.
Er war verpflichtet, sich die Stellen, an denen sich Leitern und Haken befanden, genau zu merken, im Ernstfall mit den Leuten aus dem Werkhof zum Feuer zu eilen und die Stadt niemals längere Zeit zu verlassen, ohne vorher einen Stellvertreter zu bestimmen.
Hab und Gut, Kostbarkeiten und Hausrat hatte man sofort in die jedem Bezirk - die Grosse Stadt war in 23, die Kleine in 13 eingeteilt - zugewiesenen Kirchen, Kreuzgänge und Zunfthäuser zu bringen, wo sie von Schildwachen bewacht wurden, die der Pannerhauptmann der Wacht, in der es brannte, zuordnete. Bis zu seiner Rückkehr stellten dessen Offiziere aus der bereits vorhandenen Mannschaft Schildwachen aus, die zur Verhinderung von Diebstählen und anderen Verbrechen in dem Stadtteil, in dem es brannte, patrouillierten. Sobald genügend Leute beisammen waren, formierte man überdies zwischen dem brennenden Haus und dem Verwahrungsort der geretteten Gegenstände zwei Reihen, zwischen denen die Flöchner und die Feueroffiziere ungehindert hin- und hergehen konnten.
Auch wenn es ausserhalb der Stadt, aber doch innerhalb der Befestigung, brannte, versammelten sich die Panner der Stadt. Aber nur die Feuerläufer zogen durch die kleinen "Auslassthürli" aus. Erst auf Befehl des Rates verliess das Panner, das der Feuersbrunst am nächsten war, die Stadt.

Die Feuer- und Pannerordnung von 1809 wurde wesentlich übersichtlicher verfasst und beinhaltete 13 Artikel mit folgendem Hauptinhalt:
1. Advertissement vom Feuer (Alarmierung)
2. Obliegenheit und Einteilung aller Stadtbewohner bei Brandanlässen
3. Direktion bei der Brandstätte (Brandaufsicht)
4. Hülfs-Anstalten
5. Feuerspritzen-Ordnung
6. Die übrigen Lösch-Anstalten
7. Flöchnen
8. Feuer-Polizei-Wacht
9. Panner-Einteilung
10. Porten-Besetzung (Stadttore)
11. Feuerläufer ab dem Land
12. Feuerläufer aufs Land
13. Wahl der Feueroffiziere

 

Feuer- und Panner-Ordnung der Stadt Zürich von 1834

Am 15. März 1834 erliess der Stadtrat eine revidierte Feuer- und Panner-Ordnung, die sich von der aus dem Jahr 1809 in folgenden Punkten unterschied: "Die Stadt ist nunmehr in 9, statt in 10 Pannerbezirke eingeteilt und zwar 6 für die Grosse und 3 für die Kleine Stadt.
Die Alarmplätze sind folgende:
1tes Panner, Platz vor dem Schönenhof
2tes Panner, Platz bey dem Lindengarten
3tes Panner, Platz bey der Krone
4tes Panner, Platz bey der Limmatburg
5tes Panner, Platz beym Grossmünster
6tes Panner, Platz auf dem neuen Quai, unterhalb der Metzgerei
7tes Panner, Platz auf dem Münsterhof
8tes Panner, Platz im äussern Rennweg
9tes Panner, Platz beym Thalegg

Die Dienstpflichtigen bey dem Panner fängt mit dem 19ten Jahr an (früher mit dem 16ten) und reicht bis zum 60sten Jahr (früher bis zum 55ten); als Waffe ist vorgeschrieben ein ordonanzmässiges Feuergewehr mit Bajonett oder Waidmesser. Die bey den Spritzen eingeschriebenen Handwerksleute sollen die bey den Meistern in Kost stehenden Gesellen oder Knechte zur Hülfe beordern, die Hausbedienten aber, insofern sie keine andere Bestimmung haben, sich zum Wassertragen an die ihnen angewiesenen Plätze begeben. Die Befreyung von dem Pannerdienst erstreckt sich über mehr Beamtete als früher.
Das Hülfs-Corps bey dem Feuerausbruch besteht aus 2 obersten Feuerhauptleuten, 4 Adjudanten derselben, 4 Ober-Spritzen-Commandanten, 4 Adjudanten, 14 Com- mandanten der grossen Feuerspritzen und 3 der kleinen, 6 Flöchner-Officiers, 2 Verordneten zum Löschgeräth, 2 Commandanten des Leitern-Corps, 2 Commandanten der Verlängerungs-Leiter, einem Verordneten zu den Löschgeräthschaften auf dem Stadthaus, einem Aufseher über das Löschgeräth und einem Schlossermeister.

Dem Panner-Corps sind beygegeben: 1 Commandant des Feuerpanner-Corps, 1 Adjudant, 2 Commandanten, einer für die grosse und einer für die kleine Stadt, 2 Adjudanten, 9 Panner-Hauptleute, 22 Lieutnants, 70 Unterofficiere und 9 Tambouren. Zur Avertirung des Feuerausbruchs in der Stadt wird neben Feuerhorn und Feuerruf auch in jedem Pannerbezirk durch den Pannertambour sogleich Generalmarsch geschlagen.
Bey einem Feuerausbruch haben sich die Mitglieder des Stadtraths auf das Stadthaus, die Mitglieder der Regierung auf das Rathaus, die Stadtpfarrer und Diakone mit den Küstern in ihre Kirchen, Verwalter von Staatsund Stadt-Amtshäusern an diejenigen Orte zu begeben, wo sie angestellt sind, die Bediensteten beym Kaufhaus und Kornhaus in diese benannten Gebäude.
Zur Direktion bey der Brandstätte sind den obersten Feuerhauptleuten 8, früher 12 Feuer-Officiere beygegeben. Die Feuer-Officiere tragen weisse Binden um den Arm, und jeder lässt sich von einem Mann begleiten, der ein Windlicht trägt. Neben den übrigen Feuergeräthschaften besteht auch ein eigenes Feuerschiff mit den erforderlichen Ankern, Seilen, Bruggladen und Pumpen versehen, welches beym Stadthaus placiert ist und zu dessen Bedienung die hiesigen Schiffmeister unverzüglich ihre Stachel und Ruder dahin zu bringen und selbiges an Ort und Stelle hinzuführen haben.
Diejenigen Zimmer- und Maurergesellen, die nicht zu der Brandstätte beordert werden, alle andern Gesellen, Fabrikarbeiter und andere Personen, welche nicht bey einem der verschiedenen Corps eingetheilt sind, verfügen sich auf ihre Sammelplätze. In der Stadt befinden sich: 11 grosse Feuerspritzen (6 in der grossen und 5 in der kleinen Stadt), 1 grosse Spritze mit Saugwerk, sämtlich der Stadt zugehörig; 2 grössere Feuerspritzen, den beyden Gesellschaften zur Meise und Safran gehörig; 3 kleine Feuerspritzen, nämlich diejenige auf der Schmidstube, der Stadt zugehörig, diejenige der Gesellschaft zur Waag und diejenige des Hrn. Feuerhauptmann Bodmer.
Bey jeder der 11 ersten Spritzen sollen höchstens 60 Mann, inbegriffen die mit Tansen und Schüfen versehenen, angestellt werden. Einzig die 2 Feuerspritzen der Meise und Safran, die mit Saugwerk versehene und die 3 kleinen können dem Feuer überall in der Stadt zueilen, die andern müssen in demjenigen Stadtteil verbleiben, zu welchem sie gehören. Auf dem Stadthaus befindet sich ein kleiner Wagen mit Vorrathsschläuchen bereit, um bey Feuerausbruch sogleich von eigens verordneten Männern, die sich durch eine besondere Karte kenntlich machen, zur Brandstätte abgeholt zu werden.
Statt 12 mit Feuersäcken versehenen Hülfsmännern zum Flöchnen gibt es jetzt wenigstens 24. Es sind in der Pannerordnung genau diejenigen Gebäude und Plätze bezeichnet, wohin geflöchnet werden soll.
Die Feuerpolizeiwache besteht aus 2 Officieren, 6 Unterofficieren und 80 Gemeinen, die aus den Pannerwachen ausgezogen werden.
Bey entstehendem Feuerausbruch werden durch die Pannerwache alle Eingänge in die Stadt besetzt. Wenn in der Nähe der Stadt Feuer ausbricht, so können bis 4 Feuerspritzen aus der Stadt zu Hülfe gesandt werden und es haben sich dafür vorzüglich die Stadelhofer-, Obmannamts-, Niederdorf- und St. Anna-Feuersprizen in Bereitschaft zu setzen.

Die Feuerläufer aus Land bestehen aus einem Feuerhauptmann und 30-33 jungen Freiwilligen. Diese haben sich, nachdem vom St. Petersturm mit der Glocke ein Zeichen gegeben oder sie sonst angemahnt worden sind, mit der zum Vorspann versehenen Feuerspritze nebst Wurfwagen, die im Oetanbach plaziert sein, mit Tansen und Schüffen versehen, bereitzustellen. Nur wenn die Entfernung in der Regel nicht mehr als 2 Stunden beträgt, wird abgefahren.
Das Feuerwehrwesen der Stadt Zürich hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen beachtlichen Stand erreicht. Uniformen gab es zu jener Zeit noch nicht. Um die Feueroffiziere und Adjutanten erkennen zu können, mussten sie eine weisse Binde um den rechten Arm tragen. Am 28. Januar 1834 wurde erstmals eine Feuerwache aus 18 Mann in Dienst gestellt. Diese Wache hatte von abends 9 Uhr bis morgens 6 Uhr Dienst zu leisten, war auf der Polizeihauptwache stationiert und bediente sich der tragbaren Feuerspritze der Weggenzunft. Dieses Pikett wurde jedoch bereits Ende März 1834 wieder aufgelöst.

Eine weitere Änderung der Feuer- und Pannerordnung erfolgte im Jahr 1834. Erste umfassende Instruktions Schriften mit exakter Beschreibung der Aufgaben der verschiedenen Korps wurden herausgegeben. Der "Instruktion für das Flöchnerkorps" von 1835 ist folgender Abschnitt entnommen: "Allererst sollen in Sicherheit gebracht werden wichtige Schriften, Zins- und Kleinodien, Gemälde und Betten. Die Flöchner sollen niemandem etwas anvertrauen, auch ihre gefüllten oder leeren Säcke niemandem überlassen."
Dem Flöchnerkorps wurden hauptsächlich Handwerker zugeteilt. Sie waren mit Säcken, einem Leibgurt und Laternen mit 2 Wachskerzen ausgerüstet.
Dass trotz ausführlicher Instruktionen und einer strengen Auswahl der Leute mancher beim Einsatz im Ernstfall "den Kopf verlor", ist nur verständlich. So sah man einmal bei einer Feuersbrunst in Höngg einen Flöchner ein gefülltes Milchbecken zum Fenster hinauswerfen, während andere einen eisernen Ofen samt Steinsockel sorgfältig aus dem Haus trugen.
Als weiterer Schritt zur Vereinfachung von Vorschriften darf sicher die "Bekanntmachung betreffend die Einführung der neuen Feuer- und Panner-Ordnung" vom 18. März 1842 bezeichnet werden.
Die Feuer- und Panner-Ordnung von 1849 gibt erstmals einen Hinweis auf die Organisation eines Baukorps. Es hatte durch Abbrechen, Niederreissen oder Durchschlagen von Bauteilen die Ausbreitung des Feuers zu verhindern und Gerüste zum Wasserschöpfen zu erstellen. Das Korps bestand damals aus sämtlichen Bau- und Kaminfegermeistern und 30 Gesellen.

 

Urkunde des Corps der Land-Spritze von Zürich 1862

 

Die im Jahr 1860 neu eingeführte, vielfach verbesserte Feuer- und Pannerordnung hatte wiederum das System der allgemeinen Dienstpflicht vom 19. bis 50 Lebensjahr als Grundlage. Nachfolgend einige Auszüge:
"Bauhandwerker, Maurer, Steinhauer, Zimmerleute werden unter der Führung ihrer eigenen tüchtigen Werkmeister als Baukorps organisiert. Arbeiter der Metallindustrie und Zimmerleute bilden das umfangreiche Spritzenkorps, Kupferschmiede und Mechaniker sind die speziellen Maschinenmeister; Spengler, Flachmaler, Kaminfeger, Dachdecker bilden die Rohrführer. Kommandanten und Vizekommandanten werden, wenn möglich, aus den höheren Klassen gewählt, die als tüchtige Offiziere bei der Miliz mit den Leuten umzugehen und sich Achtung und Gehorsam zu verschaffen verstehen, ohne dass sie Techniker zu sein brauchen.
In ähnlicher umsichtiger Weise werden die übrigen Korps der städtischen Feuerwehr zu organisieren sein. Bei den 3 Kompanien der Feuerwache, welchen speziell der Sicherheitsdienst obliegt, soll niemand stehen, der nicht Militärdienst leistet.
Das Lichtträgerkorps, das Wasserträgerkorps, die Feuerschiffmannschaft sollen möglichst passend rekrutiert werden. Den Kern der Zürcher Feuerwehr bilden das Flöchnerkorps (Rettungskorps), das Turner-Spritzenkorps mit der Steigerabteilung und das Korps der Landspritze; alle drei, ihrer Wichtigkeit halber, mit dem Vorrecht der Formation aus Freiwilligen aus der gesamten Einwohnerschaft versehen."

Dass für eine Stadt von 20-25000 Einwohnern eine Feuerwehr von annähernd 2000 Mann Stärke und 24 verschiedenen Spritzen ausgerüstet einen respektablen Apparat darstellt, sei nebenbei erwähnt. Bei der Reorganisation wurden nicht nur personelle Strukturen berücksichtigt, es galt auch, Übelstände technischer Art zu beheben.
Es war dringend notwendig, die älteren Spritzen durch moderne und leistungsstärkere zu ersetzen und die Schlauchkaliber zu standardisieren. Um die Mittel dafür bereitstellen zu können, zahlten die Bürger Zürichs seit Jahren eine Feuerwehrsteuer. Eine Sonderkommission bestimmte, dass alle Neuanschaffungen einer festgelegten Norm entsprechen mussten. Als Lieferant wurde der bekannte Spritzenhersteller Carl Metz aus Heidelberg gewählt; zu Neujahr 1862 wurde eine grosse Fahrspritze für die Provinz erworben, ausserdem wurden 9 Stadtspritzen und 3 Quartierspritzen auf zweirädrigen Karren angeschafft, dazu ein Beiwagen und ein Rettungsapparat. Als Standard für Schläuche und Schlauchschlösser wurde 3 Zoll, flach gemessen, festgelegt. Älteres Material durfte weiter eingesetzt werden.
1863 wird zum ersten Mal das "freiwillige Turner Spritzenkorps" erwähnt, das aus Mitgliedern des Männerturnvereins Zürich, der Alten Sektion Zürich und des Studententurnvereins Zürich bestand und 61 Mann stark war. Durch die Einführung von Wasserleitungssystemen und der Verbesserung der Feuerlöschgeräte wurde eine Entwicklung eingeleitet, die sich im ganzen Land bemerkbar machte: Die Feuerwehren wurden modernisiert, es entstanden die ersten ständigen Feuerwachen. In St. Gallen wurde 1874 eine Brand-Nachtwache mit 4 Mann gegründet, in Bern bestand die Brand-Nachtwache aus 5 Mann, und in Basel bestand die ständige Feuerwache (Tag und Nacht) aus einem Unteroffizier und 4 Mann und kostete jährlich Fr. 10 000.-.

 

Chorherren-Spritze 1864

 

Aufgrund dieser Entwicklung strebten auch die Beamten und Feuerwehrleute Zürichs eine Reorganisation an. So glaubte man, mit der Gründung eines Polizei-Löschpiketts 1874 den neuesten Erkenntnissen der Brandbekämpfung zu entsprechen. Ausserdem musste eine bislang führende Position verteidigt werden. Die Neuerung wurde jedoch von der Bevölkerung und auch der Feuerwehr selbst mit Skepsis aufgenommen. Die "Zürcher Post" berichtete damals sehr ausführlich über "die eigentümliche Einrichtung, das Polizeipikett als Löscheinheit in den Organismus der städtischen Feuerwehr einzureihen".
Die Ausrüstung des Mannes bestand aus einem Gurt mit Haken, Rettungsseil, Hydrantenschlüssel, Beil und Laterne. Das Polizeipikett hatte ferner 5 Schlauchwagen (je einer pro Polizeiposten) mit je zwei Stand- und Wenderohren, ca. 120 m Schlauch, einem Brecheisen, einer Schaufel, einer Axt und einer Anzahl kleiner Gegenstände wie Vorratsmundstücke, Schwämme und dergleichen. Weiter standen 3 Tragspritzen, 2 Hydropulte, 1 Rauchapparat, 1 Handleiter und 2 Metzsche Spritzen zur Verfügung.
Die in den siebziger Jahren durchgeführte telegrafische Verbindung sämtlicher Posten und der beiden Hoch wachten auf dem St. Peter und dem Grossmünster dienten Polizei und Feuerwehr gleichzeitig.

1874 wurde das Stadtpolizeikorps als Löschabteilung in die Reihen der Städtischen Feuerwehr eingeordnet. Dem Polizeipikett wurde das Korps der Signalbläser unterstellt. Es war Pflicht, dass bei jedem Einsatz ein Mann dieses Korps sowie dessen Chef mit Hut, Zwilichjacke, Gurt, Laterne, Signalhorn und einer Liste der Offiziere der städt. Feuerwehr mitzugehen hatte. Mussten nun einzelne Einheiten der Feuerwehr zur Verstärkung angefordert werden, gaben die Hornbläser ein Signal.

Trotz vieler lobender Worte konnte das Polizeipikett im Verband der Städtischen Feuerwehr nie richtig Fuss fassen. Vor allem waren es die Feuerwehr-Offiziere, welche immer wieder opponierten. So wurde dem Polizeipikett ausser mangelhafter Ausbildung vorgeworfen, "es gefalle sich darin, alles zu tun ausser erste Hilfe zu bringen". Die verschiedenen Korps des ersten Aufgebotes beklagten sich, sie kämen deshalb bei Feuerausbrüchen nicht mehr zur Arbeit. Stimmen wurden laut, das Pikett solle künftig keine Löschfunktion mehr ausüben, sondern lediglich das 1. Aufgebot der Feuerwehr zum Dienst rufen. Um diese Streitereien beizulegen, versprach die Feuerpolizeikommission, die Sache zu prüfen. So wurde am 28. November 1882 eine Sonderkommission ernannt, in der auch die Gegenpartei vertreten war. Bei den Abklärungen ging es vor allem um die Frage: "Polizeifeuerwehrpikett oder Fachfeuerwehrpikett". Der Stadtrat erklärte: "Das Polizeifeuerwehrpikett ist vollauf ausreichend für die erste Hilfe bei Brandfällen." Feuerwehrleute, die den Lösch- und Rettungsdienst aus der Praxis kennen, behaupteten auf Grund ihrer Erfahrungen das strikte Gegenteil. Experten aus ähnlich grossen Städten waren der gleichen Ansicht.

Es wurde die Frage erörtert, wieweit Änderungen der Organisation nötig seien - besonders, ob die Stellung der Polizei als hauptsächlich arbeitendes, das Feuer im Keim erstickendes oder eingrenzendes Korps und der nicht ohne Zeitverlust herbeigerufenen Signalbläser als alarmierendes Korps wohl richtig sei.

 

Urkunde des Flöchnerkorps der Stadt Zürich

 

Ein mehrseitiger Kommissionsbericht wies wohl auf die verschiedenen Mängel eines solchen Systems hin, kam dennoch zu dem Schluss: "Eine Berücksichtigung aller Faktoren muss jedoch zur Beibehaltung der bestehenden Organisationen führen". Weiter hiess es: "Der Grundzug der Organisation, schnelles Eingreifen der Polizei zur Eingrenzung des Feuers und zur Gewinnung der nötigen Zeit für den Aufmarsch der Feuerwehr auf den von der Brandstätte aus angeordneten Alarm hin, hat sich allgemein gut bewährt. Einige verbesserungswürdige Faktoren wurden erkannt, denen baldige Einführung zugesagt wurde". Die Schlussworte wurden wie folgt abgefasst: "Wir betrachten das Polizeipikett bei seiner heutigen Stärke und Ausrüstung als das beste Feuerwehr-Institut der deutschen Schweiz und wünschen sehr, dass die Behörden nicht nur seinen Bestand schützen, sondern unverdrossen an seiner weiteren Ausbildung arbeiten." Somit war die Zukunft des Polizei-Löschpiketts fürs erste gesichert - Wunschträume nach einem eigenen Brandkorps, wie etwa St. Gallen, Basel, Bern oder Lausanne es besassen - mussten jedoch bis auf weiteres begraben werden.
Die Umstrukturierung brachte auch den einzelnen Feuerwehrkorps neuen Auftrieb, die Kontakte wurden wieder enger. Gemeinsame Übungen der Lösch- und Rettungskorps unter wettkampfmässigen Bedingungen sollten zeigen, wer von ihnen gerade die Besten waren. Zusätzlich erfuhr man einiges über den Ausbildungsstand und den Zustand der Geräte. Verantwortungsbewusste Feuerwehr-Offiziere gaben sich mit der bestehenden Organisation jedoch noch nicht zufrieden.
Aus ihrer Sicht waren Alarm und Bereitschaft noch zu stark mit Mängeln und Pannen behaftet. So wurde erstmals im Juni 1887 dem Stadtrat ein Entwurf für die Organisation eines ständigen Löschpiketts für Zürich vorgelegt.

Als Bestand waren vorgesehen:
1 Chef, 1 Vizechef, 10 Löschmänner, 2 Kutscher und 3 Pferde. Die Mannschaft sollte in Kasernen untergebracht werden, Dienstzeit 48 Stunden. Die Kosten hätten auf Stadt und Aussengemeinden verteilt werden sollen. Die Vorlage fand jedoch nicht die notwendige Unterstützung.

 

Erste "Stadtvereinigung" von 1893

Durch die im Jahr 1893 erfolgte erste Eingemeindung wurden folgende 11 Vorortsgemeinden mit der Stadt vereinigt: Aussersihl, Enge-Leimbach, Fluntern, Hirslanden, Hottingen, Oberstrass, Riesbach, Unterstrass, Wiedikon, Wipkingen und Wollishofen. Die meisten der elf Vororte waren 1893 baulich bereits mit der Stadt zusammengewachsen und nicht als eigene Ortschaft zu erkennen. Durch diesen Zusammenschluss erreichte Zürich das Ausmass einer Grossstadt: Die Einwohnerzahl stieg von 28 000 auf 121 000, die Stadtfläche wuchs von 169 ha auf 4330 ha.
Schon im Jahr 1892 wurden eine Kommission gebildet, die aus dem Polizeivorstand und den Feuerwehrkommandanten der Gemeinden Zürich, Aussersihl, Unterstrass, Riesbach und Wollishofen bestand. Die Stadt wurde in 5 Kreise eingeteilt und die Feuerwehren der einzelnen Gemeinden in Kreisfeuerwehren gegliedert. Die Kompaniebestände der Kreisfeuerwehren wurden wie folgt festgesetzt:

Kompanie Kreis I 

550 Mann

Kompanie Kreis II

614 Mann

Kompanie Kreis III

833 Mann

Kompanie Kreis IV

693 Mann

Kompanie Kreis V

1200 Mann

Total

3890 Mann

Vor der Eingemeindung waren es 6780 Mann. Ferner wurden Kreisfeuerwehrkommandanten ernannt, denen in den einzelnen Kreisen die Feuerwehren und Feuerwehrkommandanten der zugeteilten Kreise unterstanden. Diese Organisation war zu kompliziert und schwerfällig. Alarm wurde durch Alarmmörser, Feuerhörner, Trethörner und Läuten der Kirchenglocken gegeben. Durch einen Beschluss des Grossen Stadtrats vom 18. November 1893 wurde der Stadtrat eingeladen, zu prüfen,

 

 

ob nicht der erste Löschdienst in allen fünf Kreisen auf einheitlicher Grundlage und unter möglichster Entlastung der Polizeimannschaft zu regeln sei. Ferner wurde der Stadtrat beauftragt, im Laufe des Jahres 1894 eine neue Verordnung vorzulegen, die es dem Stadtrat erlaubte, die Feuerwehr zur Unterstützung der Polizei einzuberufen.

Am 24. Dezember 1893 wurde als erster Feuerwehrinspektor der Stadt Zürich zur einheitlichen Leitung des gesamten Feuerwehrwesens Oberst Schiess, von Herisau, gewählt. Er reorganisierte das Feuerwehrwesen, teilte die Stadt in 15 Kompaniegebiete ein und reduzierte den Bestand von 3890 auf 1730 Mann.

Im Jahr 1894 wurde die längst fällige - wenn auch nicht überall freundlich begrüsste - Neuorganisation der Zürcher Feuerwehr eingeführt. Durch diese Neuordnung wurde mit mancher Tradition gebrochen, bewährte Korps wurden aufgelöst und das Zusammengehörigkeitsgefühl zerstört. So wurde z.B. das seit 1829 bestehende und 1878 umorganisierte Landspritzenkorps am 13. Dezember 1893 aufgelöst, dessen Funktion folgendermassen beschrieben wurde: "Das Landspritzenkorps hat nebst dem Dienst in der Stadt bei Brandfällen auf dem Land bis auf 10 km Entfernung Hilfe zu leisten."

Dass es nicht einfach war, die bisherigen 11 autonomen Feuerwehren unter einen Hut zu bringen, zeigt folgender Ausschnitt einer Zeitungsmeldung:

"Ein wunder Punkt liegt noch darin, dass es nicht gelungen ist, in der Mannschaft Zufriedenheit mit der Neuerung und Vertrauen in die veränderte Organisation zu pflanzen. So hat beispielsweise die Frage: "Wer soll Rohrführer sein?" viel unzufriedenes Blut gemacht - sie war im laufenden Jahr auch Gegenstand manch hitziger Debatten. Jede der 15 Kompanien besteht aus Lösch-, Rettungs- und Wachtkorps. Die Löschkorps haben die Hydrantenwagen und Spritzen zu bedienen. Die Rettungskorps besorgen die mechanischen und Handschiebleitern, die Dachleitern, die Stockleitern und eigentlichen Rettungsgerätschaften und verlangen obenauf noch die Handhabung der Wenderohre bei den von den Löschkorps erstellten Leitungen. Was auf diese Art betreffend Rohrführung und Rapportwesen geleistet wurde und wird, kann sich wohl jeder erfahrene Feuerwehrmann selbst vorstellen. Es wäre sehr zu wünschen, dass diese Frage etwas mehr vom sachlichen Standpunkt und weniger dem der Korpsehre betrachtet würde. Unsere Ansicht ging von Anfang an dahin, dass das Rettungskorps in allen Fällen die Leitung vom Boden aus übernimmt, wo Stock- oder Dachleitern einzusetzen sind. In allen anderen Stellungen bleibt das Wenderohr dem Löschkorps, das bereits seine gut ausgerüsteten Rohrführer hat. Hier ist es wohl am Platz, auch den Wunsch des Löschkorps beizufügen; dass dasselbe neben der Übung mit den Schläuchen auch einigermassen in die Geheimnisse des Schiebleiterdienstes eingeweiht wird, der Sache selbst könnte das nur von Nutzen sein!"

Obwohl Oberst Schiess nach damaligen Verhältnissen eine Musterorganisation schuf, befriedigten die Alarmverhältnisse und die Dienstbereitschaft keineswegs, ja sie gaben sogar Anlass zu ernsten Befürchtungen. Bei schönem Wetter war an Sonn- und Feiertagen wie auch an Wochentagen während der Arbeitszeit ein Grossteil der Pflichtfeuerwehrleute nicht erreichbar. Oberst Schiess setzte sich daher energisch für die Schaffung einer Berufsfeuerwehr ein. Schon am 23. November 1895 erhielt der Polizeivorstand den Auftrag, die Möglichkeit zur Schaffung einer Berufsfeuerwehr zu prüfen und darüber Bericht zu erstatten.
Mit Spannung wurde der erste Jahresbericht über das abgelaufene Jahr 1894, welches als Probejahr für die Neuorganisation der Feuerwehr gewertet wurde, erwartet. Der Feuerwehrinspektor nahm seine Aufgabe ernst und verfasste seinen ersten Bericht sehr objektiv. Einige wesentliche Punkte der ausführlichen Stellungnahme werden nachfolgend aufgeführt:
"Wenn wir die Erfahrungen zu Rate ziehen wollen, müssen wir wohl unterscheiden zwischen dem, was uns Unzulängliches durch das Grundgesetz "die Feuerwehrordnung" geboten wurde, und dem, was nicht durch dieses, wohl aber durch die ausführenden Organe, überhaupt durch die Feuerwehrleute selbst, besser gemacht werden könnte.
Eine Reduktion der Feuerwehrbestände, weniger in der Zahl der Feuerwehrkompanien, wohl aber in der Mannschaftszahl, wird günstig wirken.

 

Urkunde des Turner-Spritzenkorps der Stadt Zürich 1876

 

Die Erweiterung der Strafbestimmungen ist unerlässlich. Es fehlen genaue Bestimmungen über die Bestrafung bei Renitenz gegen die aktive Einteilung, über den Ausschluss bei groben Fehlern usw. Das Verfahren für den Bussenbezug hat etwas Gehässiges an sich. Nach unserer Auffassung stellt der Feuerwehrdienst an die damit betrauten Leuten derart ernste Aufgaben, dass jugendlicher Übereifer oft schaden muss.

 

Haupt-Spritzen-Corps Aussershil 1888

 

Nicht jedem jungen Feuerwehrkameraden können wir das Lob für ruhiges zielbewusstes Auftreten geben. Es darf nicht vorkommen, dass Wasserschaden etc. gestiftet wird, weil man sich verleiten lässt, dem vom Schadenfeuer Betroffenen noch mehr Schaden zu bringen. Die Instruktion hat hierauf besonderes Gewicht zu legen. Eigentümlich berührt uns, dass gerade die besitzende Klasse, die manchen tüchtigen Mann stellen könnte, sich vom Feuerwehrdienst fernhält. Wem gilt denn wohl die Arbeit der Feuerwehr?
Die Rekrutierung der Feuerwehr für 1894 musste etwas oberflächlich betrieben werden. Im Verlauf des Übungsjahres betrug die Fluktuation etwa 60% - Entlassungen, Versetzungen etc., zugleich befanden sich in der Feuerwehr Elemente, denen die richtigen Eigenschaften sogar in moralischer Beziehung vollständig fehlten. Dies wird hoffentlich 1895 anders werden.
Die eingeteilten Mannschaften sollen zu Anfang des Jahres wissen, was ihnen an Übungsdienst bevorsteht. Ungünstig wirkte in hohem Masse die ungleich leichtere Inanspruchnahme der Ersatzpflichtigen zum aktiven Einsatz bei den bestehenden mageren Besoldungsverhältnissen und dem widerwärtigen Bussensystem.

 

Aufgebot zu einer Feuerwehr-Übung 1882

 

Viele Komplikationen im Befehlswesen müssen wegfallen. Nicht Laune, oder weil man den Feuerwehrdienst als Sportsache betrachtet, sollen zum Beitritt führen, sondern der Wunsch, mit der Einreihung zum Feuerwehrdienst eine Bürgerpflicht zu erfüllen.
Gestatten Sie uns zum Schluss noch einen Punkt, die Feuerwehr-Ersatzsteuer zu erwähnen, die viel böses Blut macht. Dies betrifft die Besteuerung der 15 Jahre lang im aktiven Feuerwehrdienst gestandenen Leute und den Umstand, dass die Ersatzsteuer nicht in erster Linie für die Verbesserung des Feuerwehrwesens verwendet, sondern an den Staat abgeführt wird."

 

Wandbild in der Brandwache (Original)

 

Die neue "Feuerwehrverordnung der Stadt Zürich"

Nachdem der Entwurf der neuen Feuerwehrverordnung vom 30. Aug. 1893 sämtliche gesetzgebenden Hürden, inklusive der regierungsrätlichen Genehmigung, genommen hatte, wurde sie auf den 1. Februar 1895 in Kraft gesetzt. Darin wurde die Feuerwehr dem Polizeivorstand unterstellt. Die Aufgabe der Feuerwehr wurde insofern weiter gefasst, als ihr nun auch Hilfsdienst bei Gefährdung durch Überschwemmungen, Erdbeben, Explosionen usw., sowie speziell auch der Feuerwehrdienst auf Ausstellungen, Festen usw. übertragen werden konnte. Ausdrücklich wurde ferner das Recht des Stadtrates aufgeführt, die Feuerwehr bei Ruhestörungen als Unterstützung der Polizei einzusetzen (Art. 1, Absatz 3). Der Gesamtbestand der Feuerwehr wurde durch die Neuordnung auf 1200 bis 1600 Mann herabgesetzt, die Kreisbestände und Kreisstäbe abgeschafft.
Die Festsetzung der Zahl der Kompanien, die Einteilung der Stadt in Feuerwehrkreise wurde der Feuerwehrkommission überlassen. Jede Kompanie bestand aus einem Löschkorps (40-60 Mann), einem Rettungskorps (40-60 Mann) und einem Wachtkorps (30-50 Mann), deren Aufgaben durch die Dienstordnung bestimmt wurden.
Der Feuerwehrpflicht unterlagen alle männlichen Einwohner der Stadt Zürich vom 20. bis zum 50. Lebensjahr.
Vom aktiven Dienst befreit waren die Mitglieder der eidgenössischen Räte und des schweizerischen Schulrates, des Regierungsrates, des Obergerichtes und des Bankrates, des Stadtrates, der Zentralschulpflege, des Waisenamtes und der Armenpflege, sowie die Bezirksbeamten, die Geistlichen, das Lehrpersonal an öffentlichen und privaten Lehranstalten, die Beamten und Angestellten des Eisenbahn-, Post-, Telegrafen-, Telefon-, Strassenbahn- und Dampfbootbetriebs, die Studenten der Universität, des Polytechnikums, der Tierarzneischule und der landwirtschaftlichen Schule, das militärische Instruktionspersonal, die Arbeiter des Zeughauses und die Beamten, Angestellten und Hausmeister im öffentlichen Dienst oder in öffentlichen Anstalten, Gebäuden und Sammlungen, mit deren Amts- und Dienstpflichten der Dienst in der Feuerwehr unvereinbar war, sowie Personen, welche durch das Zeugnis eines Feuerwehrarztes ihre Untauglichkeit zum Feuerwehrdienst nachwiesen.

 

Entlassungs-Urkunde aus der Aktiv-Dienstpflicht 1926

 

Die Befreiung vom aktiven Dienst bedeutete keinesfalls auch die Befreiung von der Ersatzsteuer.
Die zum aktiven Dienst herangezogenen Männer erhielten Dienstkarten. Die Zahl der Übungen für die Mannschaft sollte in der Regel jährlich sechs Übungen nicht überschreiten. Feuerwehr und Polizei hatten sich, wenn in einem Stadtviertel Feuer ausgebrach, gegenseitig Meldung zu machen. Der Alarm wurde durch Feuerruf und Hornsignale, durch Sturmläuten oder Schiessen gegeben. Näheres über den Alarmdienst war in den Vorschriften festgelegt.
Die gesamte Feuerwehr wurde bei der Hilfskasse des Schweizerischen Feuerwehrvereins auf Kosten der Stadt gegen Unfälle versichert. Der städtische Feuerwehrunterstützungsfonds, dem die Feuerwehrbussen zuflossen, unterstützte im Dienst verunglückte Feuerwehrmänner oder deren Hinterbliebene.
Der Sold für die Pflichtübungen betrug Fr. l.- anstatt, wie früher, 60 Cts. Bei Brandfällen wurde für den Einsatz durch Befehl Fr. 1.- Sold, für mindestens 2 Stunden dauernden Einsatz Fr. 2.-, für längere Dienstleistung, etwa einen halben Arbeitstag Fr. 3.- Sold bezahlt. Die Mannschaft, welche zum Nachtdienst eingeteilt wurde, erhielt überdies neben der nötigen Verpflegung eine Soldzulage von 50 Rp. pro Stunde.

Unklarheit bestand immer wieder über die Bestimmung, die Feuerwehr zur Unterstützung der Polizei einzusetzen. Es ist nicht auszuschliessen, dass personelle Probleme bei der Polizei zu dieser Verordnung geführt haben. Im Jahresbericht von 1896 äusserte sich der Feuerwehrinspektor wie folgt darüber:
"Der Ruf nach Verstärkung der Polizei ergab das Aufgebot von Feuerwehrleuten an Samstag- und Sonntag Abenden im Kreis III zum Zweck verstärkter Polizei-Patrouillen. Es stellt seit Anfang August bis heute die Kompanie 5 jeweils 3 Mann auf den Posten Zurlindenstrasse, die Kompanie 6 stellt 6 Mann auf den Posten Badenerstrasse und Kompanie 7 stellt 3 Mann auf den Posten Langstrasse zum Patrouillendienst von abends 10 bis morgens 6 Uhr. Dieser durch besondere Umstände hervorgerufene Notbehelf wird hoffentlich bald unnötig werden."
Der Einsatz der Feuerwehr anlässlich des Aussersihler Krawalls, der gegen die Feuerwehrverordnung verstiess, löste heftige Diskussionen aus. Es schien, als schenke man dem Aufgebot der Feuerwehr zur Unterstützung der Polizei bis zum Eintreffen des Militärs mehr Vertrauen als einer momentan geschaffenen Bürgewehr.
Dass der Stadtrat am Beschluss über den Einsatz der Feuerwehr weiterhin festhalten wollte, beweist die entsprechende Weisung von 1897:
"Der Grosse Stadtrat verlieh dem Kleinen Stadtrat das Recht, in Zeiten von Unruhen etc. bis zur Ankunft von Militär und genügender Polizeimacht Abteilungen der Feuerwehr zur Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der Ordnung zu verwenden".

 

Banner der Compagnie I/II der Feuerwehr der Stadt Zürich 1901

 

Bezüglich der Schaffung einer ständigen Feuerwache, basierend auf der Eingabe von Oberst Schiess vom 23. November 1895, mahlten die Gesetzesmühlen mit äusserster Zurückhaltung. Die Devise "nur nichts überstürzen!" hat sich vor allem, wenn es sich um feuerwehrspezifische Probleme handelte, bis ins B. Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts mit einer Hartnäckigkeit gehalten, die immer wieder Erstaunen hervorruft. Der im Februar 1896 eingereichte Bericht des Feuerwehrinspektors zur Gründung einer Berufsfeuerwehr harrte der weiteren Berücksichtigung in städtischen Schubladen.

 

Bekleidung der Offiziere 1893-1897

 

Am 2. September 1896 wurde zur Prüfung der technischen Fragen (Bauplatz, Dampfspritze etc.) eine Kommission gebildet. Vier Bauplätze kamen in Betracht: Werdmühleareal, Predigerplatz, Krautgartenareal, Basteigasse. Bereits am 21. März 1900 legte der Stadtrat dem Grossen Stadtrat einen Antrag zur Gründung einer ständigen Wache vor. Mit Beschluss vom 2. Februar 1901 erklärte sich der Grosse Stadtrat mit der Schaffung einer ständigen Feuerwehr grundsätzlich einverstanden, wies die Vorlage aber an den Stadtrat zurück mit der Bitte, diese mit gewissen Einschränkungen neu auszuarbeiten. Am 21. Juni 1902 legte der Stadtrat dem Grossen Stadtrat folgende Anordnung vor: "Der Stadtrat wird ermächtigt, eine Berufsfeuerwehr zu bilden, ihr eine Dampfspritze beizugeben, ein Netz von Feuermeldern zu erstellen und an der Basteigasse eine Feuerwehrkaserne zu errichten. Es wird ihm für die zu diesem Zweck nötigen Bauten und Anschaffungen ein Kredit von Fr. 426 000.- gewährt. Sowohl der Grosse Stadtrat als auch alle politischen Parteien stimmten der Vorlage zu, während das Volk in der Abstimmung vom 10. Mai 1903 die Vorlage ablehnte. Oberst Schiess konnte sich mit diesem Entschluss nicht abfinden und quittierte den städtischen Dienst.
Der Antrag auf Errichtung einer Berufswache wurde mit 9000 gegen 5000 Stimmen abgelehnt. Obwohl Behörden und Vereine in den Beratungen fast ausschliesslich die Vorlage befürworteten, mögen die Gründe für die Ablehnung folgende gewesen sein:
Die Gemeinde hatte den Wert der Berufswache noch nicht erkannt, sie hoffte mit der billigeren, freiwilligen Feuerwehr auszukommen; sie glaubte zudem, dass sie mit der Berufswache eine Anzahl unliebsamer Städter übernehmen müsste.
Eine grosse Anzahl Stimmberechtigter wurde durch die gleichzeitig mit der Vorlage ausgeteilten Steuerzettel und die Aufforderung zur Steuertaxation zur Ablehnung bewogen. Ausserdem wurde seit einiger Zeit in der kantonalen Behörde an einem neuen Steuergesetz gearbeitet, was mehr oder weniger erschreckend wirkte.
Ferner hatten Leute der freiwilligen Feuerwehr energisch gegen die Vorlage gearbeitet. Sie wurden unterstützt von einer Gruppe von Beamten, die sich der angekündigten Neuordnung widersetzten. Ausserdem schien in Arbeiterkreisen das Gefühl zu herrschen, die Mehrausgaben auf dem Gebiet der Feuerwehr bedeuteten eine Verminderung der städtischen Mittel für wichtigere, sozialdemokratische Projekte.
Ein wenig wurde die Ablehnung dadurch beeinflusst, dass ein Teil der Stadt nicht in den engeren Bereich der Berufswache fiel, nämlich der Stadtteil am oberen Zürichberg, der am wenigsten feuergefährdete mit ungefähr dem sechsten Teil des Assekuranzwertes der ganzen Stadt.
Eine einmalige Ausgabe von rund Fr. 400 000.- und jährliche Unkosten von Fr. 100 000.- hätten der Stadt mit 153 000 Einwohnern und einem Gebäudeassekuranzwert von Fr. 640 Mio. ein wesentlich verbessertes Feuerwehrwesen bringen können.
Inspektor Hafner, der Nachfolger des zurückgetretenen Oberst Schiess, konnte sich die Entwicklung des Telefons zunutze machen und die Telefon-Gruppenaufrufe ausbauen. Er bemühte sich, die Ausbildung der Offiziere und Unteroffiziere zu fördern. Leider war die Dienstbereitschaft bei schönem Wetter am Wochenende und an Feiertagen ebenso wie während der Arbeitszeit recht unbefriedigend. Der ungenügende Wasserdruck des zwar gut verzweigten Hydrantennetzes gab zu berechtigter Sorge Anlass. So ist es durchaus verständlich, dass auch Inspektor Hafner sich bei den Behörden energisch für die Schaffung einer Berufsfeuerwehr einsetzte. Bereits 1910 wurde der Bauvorstand erneut gebeten, durch das Hochbauamt prüfen zu lassen, ob sich eine ständige Brandwache in der Mühleburg an der Zähringerstrasse unterbringen liesse. Gleichzeitig wurde überprüft, ob eine Automobilspritze für das Polizeipikett angeschafft werden sollte. Die Bemühungen blieben jedoch weitere Jahre erfolglos. Erst das Brandunglück am Fastnachtsmontag im Jahr 1921, bei dem ein Knabe ums Leben kam und 12 Personen schwer verletzt wurden, veranlasste die Behörden, sich ernsthaft mit der Gründung einer Berufsfeuerwehr zu befassen.

 

Rettungs- und Löschgeräte der Comp. I., Zug III, um 1895