EMS Today 2007
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Zürich 20.04.2008
Lehmann Patrick Fritsch Nik
Berufsfeuerwehrmann Berufsfeuerwehrmann
Dipl. Rettungssanitäter SRK HF Dipl. Rettungssanitäter SRK HF
2 Tage EMS Today
Baltimore USA, Maryland 05. März – 12. März 2007
Wir reisten für eine Woche über den grossen Teich, um an einer der grössten amerikanischen Ausstellungen, im Bereich Pre-Hospital, an der Ostküste teilzunehmen. Wir schauten mal was unser grosser Bruder so an Neuerungen zu bieten hat.
Die
Fahrzeuge - Big is bether
Die Fahrzeuge an der Ausstellung sind grösser, verchromter, schwerer, beleuchteter, auffälliger, geräumiger, digitalisierter und massiver als europäische Fahrzeuge und durchwegs alle mit einer Luftfederung dafür ohne Schwebetisch ausgestattet.
Wie man weiss
legt der Amerikaner sehr viel Wert auf Ausstehen. Der Vertreter vom Dodge Stand
(Amerikanische Importeur für Mercedes Benz Sprinter) meinte das die Sprinter
zwar immer mehr aufkommen in den Staaten, dies aber eher bei Privaten RD. Der
Ami schätze einfach das grosse und traditionelle und darum werde sich der
Sprinter nicht so verbreiten wie in Europa trotz
verchromtem Kühlergrill.
Ehrlich gesagt wenn ich vor diesen Fahrzeugen stehe
dann verstehe ich unsere Kollegen. Alle Hersteller setzen auf Luftdruckbremsen
unbändige PS Stärken also auf werden die Kofferaufbauten auf Lastwagen gesetzt.
Im Innenraum ist seit eh und je auf der
rechten Seite die Querbank mit Fangnetz am Kopfende,
und die Actionwall auf der linken Seite mit vielen Kästen die mit
Plexiglasscheiben verschlossen werde
n. Der obligate Kopfsitz
für die Intubation und Beatmung und der Durchgang zur Führerkabine sind auch bei
den neuen Fahrzeugen geblieben. Neu an den Fahrzeugen ist eigentlich nur das
fast alle Hersteller auf ein CanBus- System wechseln. Das heisst, dass die
Fahrzeugelektrik durch Digitale Signale gesteuert
wird. So kann man dort wo benötigt Bedieneinheiten anschliessen und jegliche
Funktionen steuern. Der grosse Vorteil von diesem System ist, dass man sowohl
vom Patientenraum die Sondersignalanlage wie auch die Heizung oder Klimaanlage
des Patientenraums im Führerhaus regeln kann. So gibt es bei einigen Herstellern
verschiedene Einsatzstufen, man wählt bei der Anfahrt
die Rote Stufe das heisst das die Sondersignalanlage alle Leuchten einschaltet
die Voreingestellte Wärme im Patientenraum mit Kühlung oder Wärmen angesteuert
wird und der Status 1
an die
Einsatzzentrale übermittelt wird. Am Einsatzort stellt am dann auf die Grüne
Stufe so das ein Warnbeleuchtung an bleibt das heisst einfach die Strassenräumer
ausstellen und zusätzlich der Traffic Advisor eingeschaltet wird und die
Motorweiterlaufsicherung aktiviert wird und der Staus 2 an die ELZ gesendet
wird. Bei der Blauen Stufe die dann für die Rückfahrt ins Spital ohne
Sondersignal und die Gelbe mit Sondersignal werden
wieder die dementsprechend Vorprogrammierten
Werte angewählt. So ist es Möglich
via Rechner anzugeben wenn die Beifahrertüre geöffnet wird das die zweite
Blaulichtleuchte im hinteren Balken links angehen soll.
Was ist
denn bitte schön das? Wie kommen die
Amerikaner dazu einen Lift für die Sauerstoffflaschen in ihren RTW einzubauen.
So schwer ist die 10 Liter
Flasche nun auch nicht, könnte man meinen. Wenn man sich die Halterung aber
etwas genauer anschaut merkt man aber bald das die Flaschen wie alles in den USA
einfach etwas grösser sein muss. 30 Literflaschen sind keine Seltenheit da
teilweise Anfahrtswege in die Krankenhäuser von 40 Minuten in ländlichen
Gegenden an der Tagesordnung sind. Wir haben ja alle schon amerikanische
Blaulichtfahrzeuge oder da muss man besser sagen Blau- Rot- Weiss- Grünfahrzeuge
sagen, blinken und blitzen gesehen. Auch auf dieser Ausstellung wurden einige
neue Balken und neue LED Technologien vorgestellt. So wie
das LED Modul von Ferderal VAMA. Die LED’s leuchten nun von unten auf einen
Spiegel der dann das Licht um 90 Grad umleitet
und nach vorn umleitet. So
ist
eine kompaktere Bauweise möglich. Die Flashpaterns also der Blinkmodus hat
man
auch von schrillem blitzen auf ein Wechselblinken
gewechselt
und zwar von der einen Fahrzeughälfte auf die anderen, echt beeindruckender
Effekt. Da sollte sich
unser Strassenverkehrsamt ein Vorbild nehmen an den USA, da werden je
Staat unterschiedliche
Minimalbeleuchtung und Farben vorgegeben und keine Maximalanzahl. In Florida
müssen im RTW mindestens 8 Leuchten in weiss und rot vorhanden sein und bei
deiner Drehleiter sogar 16 alles was darüber liegt ist auch erlaubt vom
Springlicht über Traffic Advisor und was es da noch alles für die Sicherheit so
gibt. Was es da auch nicht Verwundert, dass da die Käufer eines RTW gerne was
mehr aufs Dach oder in die Wände schrauben wenn man weiss das ein Balken im EU
raum rund 5000 sFr.
kostet der in den USA mit mehr Funktionen rund 2000 sFr. Kostet. Dies nur weil
in Europa die Geräte eine CE Zulassung und also Homologiert werden müssen. Dies
kostet den Importeure eine meng Geld was auf den Endverbraucher abgewälzt wird. So
kostet ein einfaches LED Modul das man als
„Strassenräumer“ verbauen kann, bei uns 300 sFr., während ein
ähnliches in den USA gerade mal 50 sFr. Kostet. Einige Beispiele findet Ihr auf
www.rescue911.de unter der Rubrik United States of
America.
Der
Notfall - „i am calling now 911“
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Baltimore |
Zürich |
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Staat Kanton |
Maryland |
Zürich |
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Verwaltungssitz |
Baltimore |
Zürich |
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Einwohner |
635'815 |
371'767 |
|
Bevölkerungsdichte |
3037 |
4217 |
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Fläche gesamt km² |
238,5 |
91,88 |
|
Wachen gesamt |
41 |
4 |
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Wachen mit RS / Paramedic |
29 |
2 |
|
Wachen ohne RS / Paramedic |
12 |
2 |
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Zahlen Wikipedia, Kant. Amt |
Und dann
passierte es, wir wurden Zeugen das amerikanische Rettungssystems. Auf der
gegenüberliegenden Zuschauertribüne ist eine Frau kollabiert. Der Kommentator
fragt bei den Paramedic‘s vom FDNY, die sich um die Patientin kümmerten nach, ob
er 911 anrufen soll, was diese bejahten. Der Kommentator meinte also „i am
calling now 911“ ich schaute auf die Uhr und geschlagene drei ja genau DREI
Minuten später steht vor dem Kongresscenter eine Ladder – Pumper und ein Chef
Jeep (Abbildung 1) der Paramedic und einige Feuerwehrleute von dieser Einheit
begaben sich in die Halle um erste Hilfe zu leisten. Der RTW trifft wenige
Sekunden später ein dieser wird dann zur Rückseite umdirigiert wo sich eine
nähere Anfahrt befindet. Drei Minuten vom Anruf an bis Eintreffen des ersten
Rettungsmittel das verdient Respekt da könnte man ja meinen das diese Situation
gestellt worden ist, aber nichts da am nächsten Tag fragten wir beim Organisator
nach dieser meinte das es der Dame die Schwanger sei besser gehe also das alles
realistisch war. Diese Eintreffzeit ist nur durch eine enorm schnelle
Telefonabfrage, Allarmierung und durch ein dichtes Wachennetz (Abbildung 1) zu
erreichen. So kommt es das auf einer Drehleiter
ein
Paramedic eingesetzt ist und wenn dieses Einsatzmittel das nächste ist, wird
eine Drehleiter und ein
RTW zum Notfallort geschickt. Baltimore setzt neben einem modernen Digitalen
Alarmierungssystems auch immer
noch auf die Funkalarmierung so
wird bei der Datenaufnahme für den anstehenden Notfall das nächste Mittel
bereits per Funk alarmiert und diese Rücken unverzüglich im Eilschritt aus, wie
das bei der Berufsfeuerwehr Zürich praktiziert wird aus. Schnellere
Eintreffzeiten bedeutet da muss eine schnellere Alarmierung und dezentralisierte
Wachen vorhanden sein müssen, leider geschieht in der Schweiz gerade das
Gegenteil aus Wirtschaftlichen Gründen werden Wachen zentralisiert und
zusammengelegt so werden längere Anfahrtswege in Kauf genommen. Das Fazit, viele
Wachen gleich kürzere
Anfahrtswege gleich schnelle Versorgung des Patienten. Finanziell rechnet sich
dies nur dann mit Kombiwachen wenn ein Rettungssanitäter sowohl als RS wie auch
als Firefighter eingesetzt werden kann.
You
are Paramedic? – let’s come to the nice Maryland!
Der Emergency Medical Service des Fire Department von Anne Arundel County im Staate Maryland, hatte einen Stand mit einigen netten Paramedic Damen, die auf der Suche nach Paramedic’s sind. Sie gaben gerne Auskunft über ihre Arbeit, Kompetenzen und über ihre schöne Gegend in der sie Arbeiten. Sie hatten einen von ihren 5 Straßenkreuzern mitgebracht und auch diesen zeigten sie gerne. Ist schon recht beeindruckend wenn man zwischen den zwei Damen in einer echt coolen und repräsentativen Uniform mit Goldabzeichen, blauem Hemd, schwarzer Hose und dem mächtigen RTW steht und sie einem bezirzzen doch in die USA zu ziehen um da im RD zu arbeiten. Hab mich nach der Rückkehr in die Schweiz mal an der Green Card Lottery angemeldet.
Eine Infusion Ringer Q05,
ein Adrenalin 10mg B02 und für die Massive Blutung einen Krabbencocktail.
Einige für Europa kuriose Geräte wurden ja auch an dieser Ausstellung angepriesen. Da wäre zum Beispiel ein „Selecta“ – Automat der mit Infusionen, Medikamenten, Verbandsmaterial usw. bestückt ist. Na wenn man jetzt weiss das z.B. in New York eine RTW Crew ihren RTW zu Beginn ihrer Schicht in einer Garage abholen gehen und diesen nach 12h wieder zurück bringen und während der Schicht keiner bestimmten Wache zugeordnet sind. Dann ist auch klar wieso solche „Verpflegungsautomaten“ in den Spitälern stehen. So kann man den RTW im Spital mit einer ID Card aus dem Automaten wieder bestücken. Mit der ID Secured Controlled Access Product dispenser, so heisst das Ding, wird durch eine Software das wiederauffüllen der Verbrauch und Alarme geregelt und an eine Zentrale z.B. der Logistik weitergeleitet und diese können wiederum das Gerät befüllen. Auch die fertig aufgezogenen Medikamente die nur noch in den Applikator eingesetzt werden müssen sind eine Sinnvolle Sache. So braucht es beim aufziehen keine Kanülen und somit sinkt das Verletzungsrisiko.
Fahrzeuge
http://www.freightlinertrucks.com
Ausbau
Sondersignalanlagen
www.whelen.com/automotive_home.htm
Material